Einblicke – was mich bewegt

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Von was mich niemand abbringen kann, wenn ich einmal damit begonnen habe

Mein Hobby ist stricken! Natürlich mache ich auch andere Sachen gern, aber mit dem Stricken fing ich schon mit vier Jahren auf dem Sofa meiner Oma an. Leider konnte ich es nicht so gut wie sie! Irgendwann habe ich dann meinen Teddy bestrickt, mit vielen Fehlern zwar, aber ich war stolz wie Bolle. Und meine Oma erst! Jetzt, wo ich etwas größer bin, stricke ich immer noch. Das Tolle ist: Wolle und Stricknadeln kann man überall mit hinnehmen, in den Zug, in die S-Bahn, ins Freibad, ins Café, einfach überall.

Einblick

Stricken macht mir unendlich viel Spaß. Es beruhigt mich sehr und ich bin stolz, wenn ich einen tollen Pulli oder Socken oder etwas anderes fertig habe. Stricken entspannt mich, ich kann dabei auch ganz gut den Stress von der Arbeit vergessen. Also, liebe Leute, fangt an zu stricken, es macht super viel Spaß, es gibt ganz tolle Wolle zu kaufen und vielleicht kommt ja was ganz Großes dabei raus!

Gaby Otto, ergänzende Hilfe aus dem Pflegebereich Bad Cannstatt

… was mich bewegt

Marc Ellinghaus
Ein im Dezember 2020 veröffentlichtes und berühmt gewordenes Bild von Dr. Joseph Varon und die Geschichte dazu. Der Mediziner arbeitete zu diesem Zeitpunkt seit mehr als acht Monaten ohne einen freien Tag. Die dargestellte Szene trug sich am US-amerikanischen Feiertag Thanksgiving zu. Er erzählt: „Als ich meine Station betrat und in eines der Zimmer ging, sah ich diesen älteren Patienten, der dort stand und weinte. Ich umarmte den Mann, um ihn zu trösten. Er sagte nur: ‚Ich möchte bei meiner Frau sein‘. Er brauchte jemanden, der ihn umarmte.“
Spazierengehen oder Joggen! Das hört sich erst mal schrecklich an. Wer verlässt schon gern sein warmes Bett? Doch die Frischluftzufuhr, gepaart mit Bewegung und Tageslicht, signalisiert meinem Körper, dass es nun Morgen ist und er in den Aktivmodus schalten kann. Am Wochenende besorge ich gerne frische Brötchen beim Bäcker.
In fünf Jahren hoffe ich, ein wichtiger, wertgeschätzter Mitarbeiter auf der Diakoniestation Stuttgart zu sein. Meine Kraft möchte ich weiter dafür einsetzen, Menschen in herausfordernden Situationen zu helfen.
Mit dem ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama würde ich gerne einen kleinen Spaziergang durch Washington machen und mit ihm über ein paar wichtige Themen plaudern.
Ich bin gerne mit anderen Menschen zusammen, um mit ihnen über Gott und die Welt zu reden. Oft erlebe ich es, dass solche Gespräche neue Impulse in meinem und im Leben meines Gegenübers auslösen und ein „Wachstum“ hervorbringen.
Ich möchte mit einem Sinnspruch von Franz von Assisi antworten: „Beginne mit dem Notwendigen, dann tue das Mögliche und plötzlich wirst du das Unmögliche tun.“

Marc Ellinghaus, Interims-Pflegedienstleitung

… was mich bewegt

Wenn meine Kinder bemerken, dass es mir nicht gut geht, und dann versuchen, mich mit Quatsch aufzumuntern.
Mindestens drei Tassen Kaffee und gute Musik im Radio oder Spotify über Kopfhörer.
Als Praxisanleiterin möchte ich den Auszubildenden die Freude am Beruf und das Wissen rund um die häusliche Pflege vermitteln und die Professionalität in der Diakoniestation Stuttgart hervorheben.
Mit dem Koch Tim Mälzer. Ich schätze seine ehrliche Persönlichkeit, sein Wissen über die kulinarische Welt, seine Art, Menschen zu begegnen. So manches Rezept von ihm habe ich schon erfolgreich nachgekocht.
Mit Begeisterung über meinen Beruf sprechen! Außerdem viel kommunizieren und versuchen aufzuzeigen, dass es in der Welt nicht nur Schwarz und Weiß gibt. Mir ist es auch wichtig, mit meinem Gegenüber darüber zu sprechen, welche Medien sachlich informieren, ohne Verschwörungstheorien.

Sandra Celica, Anleiterin Azubis

… was mich bewegt

Sybille Kübler

Mit welcher berühmten Person möchten Sie gerne einmal einen Spaziergang machen und warum?

Zwei kleine Erlebnisse, die ich in meiner Anfangszeit bei der Diakoniestation hatte, fallen mir zu dieser Frage ein:

Es ist schon lange her, sehr lange! Vielleicht erinnert sich aber noch manch einer an einen populären Stuttgarter Schauspieler der durch Mundart-Komik bekannt wurde. Ich habe ihn eine Zeit lang versorgt, als er schon alt und krank war. Er wohnte bis zuletzt im Stuttgarter Osten. Trotz fortgeschrittener Erkrankung war er meistens gut gelaunt, hatte auch noch seinen Humor, wie wir ihn halt kannten. Eines Tages kam ich wieder zu ihm und da sagte er zu mir: „Sie, Schwester, ich habe mich im Hospiz angemeldet, da will ich hin. Wisset se, ich habe doch niemanden mehr, meine Frau isch au scho gestorben.

Wer soll denn nach mir schaue?“ Woraufhin ich etwas perplex war und meinte: „Aber so schlimm sind Sie doch noch nicht dran, dass Sie schon ins Hospiz müssen!“ Ich war damals eine noch junge Schwester im Dienst und ein Hospiz war für mich so etwas wie eine Endstation. Er gab mir zur Antwort: „Wisset Se, manche Entscheidungen muss mr treffa, solang mr se noch selber treffa kann! Er verbrachte dann noch sechs Wochen im Hospiz, bevor er im April 1995 dort starb. Das zweite Erlebnis hatte ich mit einem berühmten Stuttgarter Architekten.

Ich habe ihn im Stuttgarter Norden einige Male zu Hause besucht und ihn auch im Alter versorgt, als er krank war. Das war ja eine Ehre für mich: solch eine Persönlichkeit, so ein schlauer und bedeutender Mann! Selbstverständlich sprach ich ihn stets mit Herr Professor an, das gehörte sich einfach. Eines Tages sagte er zu mir: „Mädle, lasset Se doch den Professor weg!“ Da dachte ich: Wow, Respekt, welche Bescheidenheit!

Sybille Kübler, Pflegefachkraft Pflegebereich Mitte-Süd

… was mich bewegt

Freudentränen laufen bei mir zum Beispiel, wenn jemand sich sehr über etwas freut, das ich für ihn tun konnte, oder wenn meine Tätigkeit hier im Team anerkannt oder gelobt wird. Ganz viele Freudentränen werde ich mit Sicherheit vergießen, wenn ich „Oma“ werden darf!
Im Prinzip bin ich nach dem Aufstehen fit für den anstehenden Tag. „Auf Touren“ im Sinne von „in Wallung“ kann es mich bringen, wenn ich morgens früh ins Büro komme und es heißt: Mitarbeiter XY hat sich krank gemeldet. Dann muss in null Komma nichts eine Tour umgeplant werden oder ich fahre selbst raus. Da bin ich ganz schnell auf „Touren“ und wundere mich manchmal über mich selbst!
Ich bleibe einfach authentisch: Wenn ich hinter eine Sache stehe, schaffe ich es auch in schwierigen Situationen, Menschen freundlich, ehrlich und ruhig zu erklären, worum es geht. So kann ich sie dazu bewegen, mir zu folgen.

Sabine Althoff, Pflegedienstleitung Pflegebereich Degerloch

Sabine Althoff

… was mich bewegt

Evi Kretzschmar
Ich wohne unmittelbar neben einem Seniorenheim und sehe bei schönem Wetter oft den neuen Praktikanten mit den Bewohnern beim Spazierengehen. Es berührt mich, wie lieb und aufmerksam er mit den alten Menschen spricht und auf sie eingeht. Ich spüre, dass er mit ganzem Herzen dabei ist und wie gut er den alten Menschen tut.
Zu Hause starte ich in aller Ruhe mit einem Frühstück. Sobald ich die Station betrete, fängt für mich der Arbeitstag an. Aber da wir im Team keine schlechte Laune kennen, beginnt er mit einem Schwätzchen über dies und das und meist geht es dabei sehr heiter zu. Das ist für mich die richtige Basis für den Tag, was auch immer er bringen mag.
Ich würde gerne mit Mr Barack Obama spazieren gehen. Ich bewundere ihn als Menschen und als großen Politiker. Gern würde ich ihn fragen, wie er in den letzten vier Jahren geschlafen hat und wie groß sein Einfluss auf die Politik in der Amtszeit von Joe Biden sein wird.

Evi Kretzschmar, Pflegefachkraft Pflegebereich Degerloch

… was mich bewegt

Der kühle Fahrtwind auf dem Weg zur Arbeit und die Späße meiner Kolleginnen und Kollegen, die auch schon um sechs Uhr morgens voll gut drauf sind.
Ich würde gern alle dazu bewegen, dass sie ein bisschen mehr über Müll, Müllvermeidung und -trennung nachdenken und sich mehr Mühe für eine saubere Umwelt geben.
… Vinzenz von Paul, dem Urvater der ambulanten Pflege, der schon im 17. Jahrhundert Menschen zu Hause aufgesucht hat, um ihnen vor Ort zu helfen, sie zu pflegen und ihre größte Not zu lindern.

Jeanette Schwartz, Pflegefachkraft / Abwesenheitsvertretung der Pflegedienstleitung / Bezugspflegekraft im Pflegebereich Degerloch

Jeanette Schwartz

… was mich bewegt

Lydia Moldenhauer
Ehrliche, aufrichtige und herzliche Dankbarkeit, selbst gemachte Geschenke, die von Herzen kommen, und dass ich meiner Tochter täglich beim Lernen und Wachsen zusehen darf.
Kaltes Wasser im Gesicht, eine Tasse Tee, laute Musik auf dem Weg ins Geschäft, morgendliche Gespräche mit meinen Kolleginnen und Kollegen aus dem Team.
Mit Anne Frank, um ihre Geschichte einmal persönlich erzählt zu bekommen und um sie erleben zu lassen, wie schön und ruhig die Welt im Frieden sein kann.
Ich mache Tanzmusik an und versuche, den Menschen dadurch ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Das ist auch eine Art Bewegung!

Lydia Moldenhauer, Hauswirtschafterin Pflegebereich Mitte-Süd

Mitmachen und gewinnen!

Ihre schönste Erinnerung: Was bewegt Sie?

Schreiben Sie uns Ihr schönstes Erlebnis, ob mit Freunden, der Familie oder mit lieben Menschen, die Ihnen wichtig sind. Oder erzählen Sie einfach, woran Sie sich gerne erinnern: An welche wunderbare Begegnung, welches schöne Ereignis denken Sie immer wieder zurück? Die Redaktion der miteinander verlost unter allen Einsendungen eine Überraschung. Mehr wird noch nicht verraten. Einsendeschluss ist der 31.8.2021.

Die schönste Erlebnisgeschichte drucken wir in der nächsten miteinander. Senden Sie Ihre Erlebnisgeschichte an: Diakoniestation Stuttgart, „Erlebnisgeschichte“, Redaktion der miteinander, Deckerstraße 27, 70372 Stuttgart Oder senden Sie die Antwort-Postkarte an der Umschlagrückseite mit einem Rückrufwunsch zurück. Wir melden uns gerne bei Ihnen.