Ein Tag in der Diakoniestation Stuttgart

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Diakoniestation Stuttgart

Für die Mitarbeitenden der Diakoniestation Stuttgart beginnt der Arbeitstag im Frühdienst oft bereits um sechs Uhr in ihrer Dienstelle. Dort wird der Einsatz in den Haushalten der Pflegekund:innen gründlich vorbereitet. Gerade in diesen neuerlichen besonderen Zeiten sind Schutzmaßnahmen wie FFP2-Masken, Desinfektionsmittel und Schutzhandschuhe von großer Bedeutung, um sowohl die Pflegekund: innen, als auch die Mitarbeitenden zu schützen. Und dann geht es schon los auf die gut vorbereitete Tour.

Die Bedürfnisse unserer Pflegekund:innen sind bei der Versorgung sehr unterschiedlich. Einige benötigen nur Unterstützung beim Anziehen der sehr engen Thrombosestrümpfe. Andere bekommen ihre Medikamente nach dem aktuellen Medikamentenplan des Arztes gerichtet, oder die Medikamente werden gleich für eine Woche in eine Medikamentenbox mit sieben Tagesdosetten für jeden Tag gerichtet.

Ganz viele Menschen sind aber auch auf eine Hilfestellung bei der Körperpflege angewiesen. Der Ablauf der Körperpflege wird an die individuellen Bedürfnisse der Pflegekund:innen angepasst. Je nach Aktivierungsgrad kann die Unterstützung bei der Körperpflege sitzend, stehend am Waschbecken oder durch Unterstützung beim Duschen oder Baden erfolgen. Die Temperatur des Waschwassers, Seifenzusatz und das Bereitlegen der Kleidung wird gemeinsam besprochen. Kann der Bedürftige sich nicht mitteilen, werden diese wichtigen Informationen zu den individuellen Wünschen und Bedürfnissen natürlich von den Angehörigen erfragt.

Unser Pflegeteam kennt seine „Leute“ und dieses Vertrauensverhältnis wird natürlich sehr geschätzt. So wissen unsere Mitarbeiter:innen meist genau darüber Bescheid, was ihre Pflegekund:innen noch eigenständig erledigen können. Bei den angebotenen Hilfestellungen sitzt dann jeder Handgriff. Man kennt sich einfach, Berührungsängste gibt es dann meist keine mehr.

Während der täglichen Pflege wird über „Gott und die Welt“ geplaudert und natürlich auch viel dabei gelacht. Die Mitarbeitenden der Diakoniestation haben immer ein offenes Ohr für ihre Pflegekund:innen.

Neben der Pflege sind sie auch gern Ansprechpartner für deren Sorgen und Leiden. Besonders während dieser Ausnahmezeit mit all ihren Kontaktbeschränkungen sind unsere Pflegekund:innen froh, einen aufmerksamen Ansprechpartner zu haben, mit dem sie das besprechen können, was sie bewegt. Dass es da jemanden gibt, www.ds-stuttgart.de der natürlich regelmäßig vorbeischaut und dessen Besuch somit eine wiederkehrende Gewohnheit für sie darstellt.

Oftmals werden unsere Mitarbeitenden von Pflegeschüler:innen begleitet. Diese angehenden Pflegefachkräfte werden in den Haushalten sehr freundlich und gern empfangen. Wenn sie vorgestellt werden, erzählen gerade die älteren Menschen häufig ihre persönlichen Geschichten. Besonders dieser Kontakt zu „jüngeren Menschen“ wird sehr oft geschätzt.

Nach vielen Besuchen neigt sich der Arbeitstag so langsam seinem Ende zu. Gegen etwa zwei Uhr am Nachmittag beenden die Mitarbeiter:innen ihre Tour. Sie fahren zurück zu ihrer Dienststelle und müssen dort meist noch einige Anrufe oder Medikamentenbestellungen im Pflegebereich erledigen und zusätzlich die wichtigsten Informationen im Übergabebuch dokumentieren. Parallel sind die Kolleg: innen vom Spätdienst oftmals schon unterwegs zu ihrer Dienststelle, um unsere Pflegekund:innen am Nachmittag und bis in die sehr späten Abendstunden hinein weiter zu unterstützen. Der Frühdienst tritt sodann seinen Feierabend an, um am nächsten Morgen wiederum gute Pflegedienste leisten zu können.

Marc Ellinghaus

Gut zu wissen:

  • Wer übernimmt denn eigentlich die Kosten für die einmal oder bei Bedarf auch mehrmals täglich erforderliche Medikamentengabe – und wer für das Richten der Medikamente einmal die Woche?

    Wenn alle Voraussetzungen für eine Kostenübernahme erfüllt sind, bezahlen die Krankenkassen die Kosten für diese behandlungspflegerischen Leistungen.Der Arzt muss hier eine Verordnung für häusliche Krankenpflege für die Medikamentengabe oder das einmal wöchentliche Richten der Medikamente ausstellen.

    Bei weiteren Fragen zu unseren Leistungen sind wir gern für Sie da. Bitte setzen Sie sich hierzu mit dem für Sie zuständigen Pflegebereich in Verbindung – wir beraten Sie dann zu diesem Thema und beantworten Ihre Fragen.