Nationalvielfalt unserer Mitarbeiter

Wir stellen unsere Mitarbeiter vor

Mitarbeiterin aus Kenia

Virginia Mugwanja

37 Jahre, Kenia

Virginia Mugwanja kam im Oktober 2003 im Rahmen der Familienzusammenführung nach Deutschland und hat eine Tochter (16 Jahre) hier. Ihre Schwester lebt auf den Kaimaninseln, ihr Bruder mit seinen zwei Kindern in Kenia. Sie kommt aus Limuru, einem 40 Kilometer von Nairobi entfernten Dorf.

Typisch kenianisch ist für mich:
Gelassenheit, entspannt sein, Lebensfreude, schönes Wetter, Familienzusammenhalt, Armut, Safari

Typisch deutsch ist für mich:
Pünktlichkeit, Organisation, viel Bürokratie, modern, kühles Wetter

Alte Menschen in meiner Heimat…
… werden von Angehörigen – meist den Enkelkindern – zu Hause gepflegt. Es gibt keine ambulanten Dienste oder Heime

Das vermisse ich:
den Familienzusammenhalt, meine Familie, das kenianische Essen, sonniges Wetter

Besonders gut gefällt mir hier:
die Infrastruktur, das Gesundheitssystem, die kulturelle Vielfalt und die Demokratie in Deutschland; unser Team, der Teamgeist und die sehr guten Vorgesetzten in der Diakoniestation

Unsere Mitarbeiterin aus Georgien

Maka Sherazadishvili

40 Jahre, Georgien

Maka Sherazadishvili kam 2004 mit ihrer siebenjährigen Tochter nach Deutschland, denn ihr Mann hatte hier Arbeit gefunden. Sie wollte sich so schnell wie möglich integrieren und freute sich darauf, viele neue Menschen kennenzulernen und mehr über Deutschland und seine Kultur zu erfahren. Die Arbeit bei der Diakoniestation schätzt sie sehr. Zurzeit muss sie nebenher viel lernen, denn sie steht kurz vor dem Abschluss ihrer Weiterbildung zur Pflegedienstleitung.

Typisch georgisch ist für mich:
die polyphonen Lieder und die traditionellen Tänze (beides müssen alle Georgier von Geburt an lernen), der Familienzusammenhalt und die Gastfreundschaft (in Georgien gilt: „Der Gast ist ein Geschenk Gottes, deswegen bekommt er auch nur das Beste.“), Chatschapuri (Brot, gefüllt mit selbst gemachtem Käse), Chinkali (Teigtaschen, traditionell gefüllt mit Hackfleisch und Kräutern), Badrijani (mit selbst gemachter Walnusspaste gefüllte Aubergine), Tchurtschchela (Wal- oder Haselnüsse, überzogen mit einer Traubensaft-Kuvertüre) und natürlich traditioneller georgischer Wein, dessen Geschichte und Bereitung 8000 Jahre alt ist.

Typisch deutsch ist für mich:
das Volksfest. Deutsche sind sehr diszipliniert, pünktlich, gewissenhaft, ordentlich, hilfsbereit, reiselustig, sportbegeistert und vor allem neugierig

Alte Menschen in meiner Heimat …
… sind oft sehr arm, sie haben eine niedrige Rente und eine schlechte medizinische Versorgung. Aber trotz der vielen Probleme sind sie äußerst herzlich, offen und gastfreundlich und geben niemals auf.

Das vermisse ich:
das Leben in Tbilissi, das sich auf der Straße abspielt und sehr dynamisch ist, das Backgammon- oder Schachspielen und den leidenschaftlichen Gesang in den Hinterhöfen, der von schönen Mädchen, von Wein und von der Liebe zur Heimat handelt.

Besonders gut gefällt mir hier:
Georgien ist meine Heimat und Deutschland ist meine gewählte Heimat. Bei der Diakoniestation habe ich die Möglichkeit bekommen, mich zu verwirklichen und viele tolle Leute kennenzulernen. Der kollegiale Zusammenhalt, den ich auf allen Stationen erleben durfte, auf denen ich mitgewirkt und gearbeitet habe, ist etwas Besonderes.

Mitarbeiterin aus Ungarn

Franciska Reha-Antal

25 Jahre, Ungarn

Franciska Reha-Antal kam vor vier Jahren nach Deutschland. Damals hat ihr Mann schon hier gearbeitet und sie wollte es auch „ausprobieren”. Ihre Ausbildung als Gesundheits- und Krankenpflegerin hatte sie in Ungarn gemacht.
Weil sie anfangs kaum Deutsch sprach, besuchte sie erst einmal Sprachkurse. Dann erzählte ihr eine Freundin von der Diakoniestation
und ermunterte sie, sich dort zu bewerben. Erst einmal war sie als Nachbarschaftshelferin bei der Diakoniestation, danach circa zwei Jahre in der Hauswirtschaft. Im Februar 2019 bekam sie ihre Anerkennung und arbeitet seither in der Pflege.
Ein Teil ihrer Familie lebt in Ungarn, der andere in Deutschland. Sie geht gern immer wieder „nach Hause”, obwohl sie sich hier schon wohlfühlt.

Typisch ungarisch ist für mich:
Ich könnte schreiben, dass das Gulasch ist, das wäre aber abgedroschen. Für mich ist Ehrlichkeit typisch ungarisch.

Typisch deutsch ist für mich:
das Flaschenpfand – das gibt es in meiner Heimat nicht

Alte Menschen in meiner Heimat …
… sind meistens arm

Das vermisse ich:
meine Familie

Besonders gut gefällt mir hier:
dass man mehr Möglichkeiten hat, sich zu entwickeln und sich um die Gesundheit zu kümmern. Leider kann man das in meiner Heimat nicht in jedem Fall tun

Mitarbeiterin aus Kamerun

Judith Belomena

43 Jahre, Kamerun

Typisch kamerunisch ist für mich:
Sport (Fußball), Musik, Essen, Tradition

Typisch deutsch ist für mich:
Sport, Kartoffeln, Arbeit

Alte Menschen in meiner Heimat …
… leben in der Familie und werden von ihr versorgt

Das vermisse ich:
meine Familie, mein Dorf und unsere Traditionen

Besonders gut gefällt mir hier:
die Sicherheit in Deutschland und bei der Diakoniestation die Zusammenarbeit

Mitarbeiterin aus Kroatien

Ljubica Milekic

55 Jahre, Kroatien

Ljubica Milekic wurde in Daruvar, Kroatien, geboren, wo sie bis 1995 mit ihrer Familie lebte. Im Sommer 1995 kam sie mit ihrem Ehemann und ihrem neunjährigen Sohn nach Deutschland. Damit ihre kroatische Ausbildung anerkannt wurde, absolvierte sie ein dreimonatiges Praktikum in der Frauenklinik Charlottenhaus. Dann arbeitete sie als Krankenschwester im Nikolaus-Cusanus-Haus. 1999 begann Ljubica Milekic als Aushilfe bei der Diakoniestation , 2002 wurde sie fest angestellte Mitarbeiterin im Bereich der Krankenwohnung Gablenberg. Ihre Entscheidung, nach Deutschland zu kommen, hat sie noch nie bereut.

Typisch kroatisch ist für mich:
schönes Wetter, wunderbares Meer, die Gelassenheit und Spontaneität der Menschen

Typisch deutsch ist für mich:
Alles muss seine Ordnung haben, alles ist gesetzlich geregelt

Alte Menschen in meiner Heimat …
… werden oft von der Familie versorgt. Die Versorgung in den Pflegeheimen ist viel schlechter als in Deutschland

Das vermisse ich:
das Meer und die mediterrane Küche

Besonders gut gefällt mir hier:
Deutschland vermittelt mir ein sicheres Lebensgefühl. In der Krankenwohnung der Diakoniestation bin ich seit 20 Jahren und will dort bleiben, bis ich in Rente gehe